Seite weiterempfehlen

  Uns als Startseite

  Druckversion
 


Mitglied im Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.

Ausbildung Praxis

Der praktische Unterricht besteht aus der Grundausbildung und den besonderen Ausbildungsfahrten (Sonderfahrten/Pflichtstunden). Die Grundausbildung muss beendet sein, bevor mit den besonderen Ausbildungsfahrten angefangen wird.

Aufzeichnungen über Ihren Ausbildungsstand

Fahrlehrer sind gesetzlich dazu verpflichtet, Aufzeichnungen über Ihren Ausbildungsstand zu führen. Leider geschieht das nicht immer und überall. Weitere wichtige Infos zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Grundausbildung

Die Inhalte der praktischen Grundausbildung sind in unserem angefertigtem Ausbildungsplan einzusehen. Dieser liegt in unserer Fahrschule zur Auslage für Sie bereit.

Besondere Ausbildungsfahrten (Pflichtstunden)

Klasse A, A1, B:

  • 5 x Bundes- oder Landstraße (Überland; davon eine Fahrt mit mindestens zwei Stunden zu je 45 Minuten)
  • 4 x Autobahn (davon eine Fahrt mit mindestens zwei Stunden zu je 45 Minuten)
  • 3 x Dämmerung oder Dunkelheit (je zur hälfte innerorts und außerorts)

Klasse A1 auf A (Erweiterung):

  • 3 x Bundes- oder Landstraße (Überland; davon eine Fahrt mit mindestens zwei Stunden zu je 45 Minuten)
  • 2 x Autobahn (davon eine Fahrt mit mindestens zwei Stunden zu je 45 Minuten)
  • 1 x Dämmerung oder Dunkelheit (je zur hälfte innerorts und außerorts)

Klasse B auf BE:

  • 3 x Bundes- oder Landstraße (Überland; davon eine Fahrt mit mindestens zwei Stunden zu je 45 Minuten)
  • 1 x Autobahn 
  • 1 x Dämmerung oder Dunkelheit (je zur hälfte innerorts und außerorts)

Klasse M und S:

  • keine Sonderfahrten vorgeschrieben

Videoclips

Wir haben für jede Grundfahraufgabe einen kleinen Videoclip für Sie gedreht. Schauen Sie sich einfach die Prüfungsübungen mal an ! Hier gehts zu den Clips.

Grundfahraufgaben Klasse B

Es müssen mindestens 2 Übungen an der Prüfung gefahren werden. Die Auswahl trifft der Prüfer.

  • Einfahren in eine Parklücke vorwärts oder rückwärts (Queraufstellung)
  • Rückwärtsfahren in eine Parklücke (Längsaufstellung) 
  • Rückwärtsfahren nach rechts in eine Kreuzung, Einmündung oder Einfahrt 
  • Umkehren (selbständiges auswählen einer geeigneten Stelle um umzudrehen) 
  • Gefahrbremsung (Vollbremsung aus 40 km/h)

Grundfahraufgabe Klasse BE

  • Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links (Bordstein)

Grundfahraufgaben Klasse A, A1

Es müssen mindestens 6 Übungen an der Prüfung gefahren werden. Die Auswahl trifft der Prüfer.

  • Fahren mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus
  • Fahren eines Slaloms mit Schrittgeschwindigkeit (5x 3,5 m Abstand) 
  • Stop and Go 
  • Kreisfahrt (4,5m Halbmesser) 
  • Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung 
  • Slalom (4 x 7 m Abstand) 
  • Langer Slalom (4 x 9 m / 2 x 7 m Abstand)
  • Ausweichen ohne Abbremsen 
  • Ausweichen nach Abbremsen

Grundfahraufgaben Klasse M

Es müssen mindestens 4 Übungen an der Prüfung gefahren werden. Die Auswahl trifft der Prüfer. 

  • Fahren mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus
  • Stop and Go 
  • Kreisfahrt (4,5m Halbmesser) 
  • Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung 
  • Slalom (4 x 7 m Abstand) 
  • Ausweichen nach Abbremsen 
  • Ausweichen nach Abbremsen 

Grundfahraufgaben Klasse S

Es muß mindestens 1 Übung an der Prüfung gefahren werden. Die Auswahl trifft der Prüfer.

  • Gefahrbremsung
  • Rückwärtsfahren nach rechts in eine Kreuzung, Einmündung oder Einfahrt (wenn Rückwärtsgang vorhanden)

Prüfungsrichtlinie

Der Bewerber hat nachzuweisen, dass er über die zur sicheren Führung eines Kraftfahrzeuges im Verkehr erforderlichen technischen und über ausreichend Kenntnisse einer umweltbewussten und energiesparenden Fahrweise verfügt sowie zu ihrer praktischen Anwendung fähig ist.

Die Prüfung findet grundsätzlich innerorts und außerorts statt. Autobahn oder Kraftfahrstraßen sind nach Möglichkeit auch zu befahren (außer Klasse M und S).

Prüfungsdauer

Die Prüfungsdauer wir verkürzt wenn der Bewerber gezeigt hat, dass er den Anforderungen einer Prüfung nicht gewachsen ist.

Mindestdauer:

  • Klasse A = 60 Minuten
  • Klasse B, BE, A1 und von A beschränkt auf A direkt = 45 Minuten
  • Klasse M, S = 30 Minuten

Wann geht`s zur praktischen Prüfung?

Das entscheiden Sie und Ihr Fahrlehrer gemeinsam. Frühstens jedoch 1 Monat vor erreichen des Mindestalters. Der Fahrlehrer muß davon überzeugt sein, dass Sie den Ansprüchen einer Prüfungsfahrt gewachsen sind und die Lernziele der Fahrschüler-Ausbildungsordnung erreicht wurden. Die Anmeldung übernimmt Ihr Fahrlehrer. Der Termin und der Treffpunkt zur Abfahrt der Prüfungsfahrt wird Ihnen rechtzeitig mitgeteilt.

Tipps zur Prüfung

Nehmen Sie sich am Prüfungstag frei. Planen Sie genügend Zeit ein um pünktlich zur Prüfung zu erscheinen. Nehmen Sie keine Beruhigungsmittel oder ähnliches. Stellen Sie sich die Prüfung wie eine ganz gewöhnliche normale Fahrstunde vor. Mit dem einzigsten Unterschied, dass der Prüfer die Fahrtstrecke angibt. Die ersten Minuten sind die schwierigsten. Lassen Sie sich Zeit bei der Einstellung der Spiegel und des Sitzes. Machen Sie keine Hektik schon vor der eigentlichen Fahrt. Bleiben Sie ganz ruhig. Das macht zudem auch einen guten Eindruck.

Vor der Prüfung bespricht der Prüfer mit Ihnen den Prüfungsablauf. Während der Prüfung kann es sein, dass der Prüfer Ihnen Hilfestellungen gibt. Sehen Sie dies auch so und denken Sie bitte nicht, dass der Prüfer Ihnen eine Falle stellen möchte. Wenn Sie während der Prüfungsfahrt eine Anweisung des Prüfers nicht genau verstanden haben, dann fragen Sie bitte nach.

Konzentrieren Sie sich und fahren Sie genau so, wie es Ihnen Ihr Fahrlehrer beigebracht hat. Sie müssen am Prüfungstag nicht anders wie sonst fahren. Erzählen Sie nicht überall herum, dass Sie Prüfung haben. Sie haben dann nämlich zusätzlich noch den Erwartungsdruck von den anderen, den Sie mit sich „herumschleppen“. Reden Sie nur mit Leuten darüber bei denen Sie wissen, dass sie Ihnen Mut machen und auch zusprechen. Den restlichen Leuten aus Ihrem Bekanntenkreis erzählen Sie bitte erst davon, wenn Sie bestanden haben. Hören Sie bitte nicht auf Personen, die schlechtes über einen Prüfer erzählen. Das entspricht nämlich mit Sicherheit nicht der Wahrheit. Diese Personen sind meist durchgefallen an einer Prüfung und suchen nun die Schuld beim Prüfer, obwohl es besser wäre die Schuld bei sich selbst zu suchen.

Der Prüfer erwartet keinen „Profi“ hinter dem Steuer. Er kennt diese Situation und berücksichtigt diese auch. Wir werden vor Ihrer Prüfung mit Ihnen eine Prüfungssimulation fahren um Sie bestmöglichst vorzubereiten.

Was ist wenn doch etwas schiefgelaufen ist bei der praktischen Prüfung?

Dann akzeptieren Sie bitte die Entscheidung. Suchen Sie nicht die Schuld bei Prüfer sondern bei sich selbst. Es ist ja nicht schlimm wenn man mal einen Fehler macht. Fehler macht jeder Mensch. Denken Sie daran: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Der Prüfer erklärt Ihnen Ihren Fehler oder mehrere. Wie auch immer, er bespricht mit Ihnen die Prüfungsfahrt und wird Ihnen auch fürs nächste mal Mut zusprechen. Diskutieren oder gar streiten Sie bitte auf gar keinen Fall mit dem Prüfer. Sie könnten ihn bei der nächsten Prüfung wieder haben. Wenn das Gespräch mit dem Prüfer vorbei ist, verabschieden Sie sich bitte höflich vom Prüfer. Ihr Fahrlehrer bespricht mit Ihnen den weiteren Ablauf und teilt Ihnen Ihren nächsten Prüfungstermin mit. Dieser ist frühestens 2 Wochen nach der ersten Prüfung. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Was passiert in der Zeit von der ersten Prüfung bis zur zweiten?

In dieser Zeit gilt es schon wieder sich auf die nächste Prüfung vorzubereiten. Ihr Fahrlehrer wird mit Ihnen noch mal Fahrstunden fahren. In der Regel werden es nicht allzu viele sein, denn Sie sind ja eigentlich Prüfungsreif. Es ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, dass man nach einer nicht bestandenen Prüfung nochmals Fahrstunden nehmen muss. Es ist aber ratsam. Aus dem ganz einfachen Grund, dass man den Rythmus nicht verliert. Des weiteren wird natürlich nochmals versucht die Prüfungssituation zu simulieren, die Sie beim ersten male leider nicht gemeistert haben. Das hängt natürlich von der Art des Fehlers ab und ist logischerweise nicht immer möglich. Auf bestimmte Verkehrssituationen hat man natürlich keinen Einfluss und man kann sie auch nicht simulieren. Ihr Fahrlehrer wird aber in jedem Falle mit Ihnen ganz genau besprechen was falsch war und Ihnen natürlich nochmals zeigen, wie es richtig funktioniert. Auch zur zweiten Prüfung führen wir natürlich nochmals eine Prüfungssimulation mit Ihnen durch und sind guter Dinge, dass es dieses mal auch klappen wird.

  nach oben
 

(c) 2002-2010 Fahrschule Ruess Göppingen. Alle Rechte vorbehalten

Home |  Ausbildung |  Preise |  Bilder-Galerie |  FAQ |  Kontakt |  Impressum